Private Haftpflichtversicherung und worauf es ankommt

Sie gilt als die wichtigste Versicherung, die Verbraucher abschließen sollten. Die private Haftpflichtversicherung springt dann ein, wenn man Schäden bei anderen verursacht. Dabei ist es nicht so wichtig, die zerbrochene Brille zu ersetzen, auf die man sich gesetzt hat. Vielmehr sichert die private Haftpflichtversicherung Risiken ab, die unter Umständen das restliche Leben ruinieren können, wenn hohe Sach- oder Personenschäden ins Spiel kommen.

Etwa sieben Milliarden Euro betragen die Beiträge für private Haftpflichtversicherungen, was in etwa einem Drittel des Aufkommens für Kfz-Versicherungen entspricht. Die meisten Verbraucher schließen den jeweils günstigsten Vertrag ab, ohne aber genau die Vertragsbedingungen zu studieren. Viele Extras können im Fall der Fälle in den günstigen Policen fehlen, was dann zu ernsthaften Problemen führen kann. Beispiele hierfür sind die Deckung von Regressansprüchen oder auch eine Forderungsausfalldeckung.

Eine Forderungsausfalldeckung tritt dann in Kraft, wenn beispielsweise eine Person beim Versicherten einen Schaden verursacht, selbst aber nicht über eine Haftpflichtversicherung verfügt und die Forderungen auch nicht aus dem privaten Vermögen bestreiten kann. Es werden allerdings nur solche Schäden reguliert, die in einem rechtskräftigen Gerichtsurteil festgestellt wurden und außerdem eine Mindestsumme erreichen. Eine gute Police sollte solche Schäden ab einer Höhe von 2.500 Euro abdecken.

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Besonders vorsichtig sollten unverheiratete Paare sein. Zwar sichern die meisten Haftpflichtversicherungen auch solche Paare ab, wenn sie in einem gemeinsamen Haushalt leben. Doch bei Abschluss der Police sollte darauf geachtet werden, dass eventuelle Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern ebenfalls versichert sind. Verursacht beispielsweise der eine Partner einen Personenschaden beim jeweils anderen, dann holen sich viele Sozialversicherungsträger ihre Leistungen (etwa für Krankenbehandlung) wieder zurück. Darauf wird in der Regel nur bei verheirateten Paaren verzichtet. Bei unverheirateten Paaren hingegen stellen die gesetzlichen Krankenkassen solche Schäden dem verursachenden Partner allzu oft in Rechnung. Daher ist die Übernahme solcher Regressansprüche in der privaten Haftpflichtversicherung ein wichtiges Detail.

Weitere wichtige Extras bei Haftpflichtversicherungen sind die Absicherung von Internetschäden. Durch die zunehmende Verbreitung von Onlinebanking, Internethandel und anderen Anwendungen steigt die Gefahr, dass man auch hier Haftungsrisiken eingeht. Viele Versicherungen schließen aber internetbezogene Schadensfälle noch aus. Ebenso sollte Wert darauf gelegt werden, dass Aufenthalte im Ausland unter Versicherungsschutz fallen.



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